Patrick Kunze

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Anträge

Grund­schul­leh­re­rIn­nen ver­die­nen mehr

Antrags­text:

Die Land­tags­frak­ti­on wird auf­ge­for­dert, sich für die Besol­dung der Grundschullehrer*innen nach A13 ein­zu­set­zen.

Begrün­dung:

Grundschullehrer*innen wer­den als Beam­tin­nen nach Besol­dungs­grup­pe A12 bezahlt. Damit ver­die­nen sie weni­ger als ihre Kol­le­gin­nen an ande­ren Schul­for­men, die meist nach A13 bezahlt wer­den.

In der Grund­schu­le wer­den Kin­der zum ers­ten Mal mit schu­li­schen Anfor­de­run­gen kon­fron­tiert. Es ist eine wich­ti­ge Zeit, in der die Grund­la­gen für die wei­te­re Bil­dungs­bio­gra­phie gelegt wer­den. Grundschullehrer*innen wecken Lern­freu­de, hel­fen den Kin­dern dabei, die not­wen­di­ge Grund­bil­dung zu erwer­ben, ihren Weg in die Gesell­schaft zu fin­den und die Welt um sie her­um zu ver­ste­hen. Die­sen kom­ple­xen und gesell­schaft­lich wich­ti­gen Auf­ga­ben steht eine chro­ni­sche Unter­fi­nan­zie­rung der Grund­schu­len gegen­über. Fakt ist: Grundschullehrer*innen haben die höchs­te Unter­richts­ver­pflich­tung aller Lehr­kräf­te. Sie wer­den schlech­ter bezahlt als die meis­ten ande­ren Lehr­kräf­te und oft­mals sind die Schu­len unzu­rei­chend aus­ge­stat­tet. Dies passt nicht zu dem hohen Anspruch, der an die Grund­schu­len gestellt wird.

Päd­ago­gi­sche Arbeit an Grund­schu­len ist äußerst erfolg­reich und wird haupt­säch­lich von Frau­en geleis­tet. Die schlech­te­re Bezah­lung der Grundschullehrer*innen stellt eine Geschlechts­dis­kri­mi­nie­rung dar.

Die Grund­schu­le ist in vie­len Bun­des­län­dern die ein­zi­ge ech­te Gesamt­schu­le und Vor­rei­te­rin bei der inklu­si­ven Bil­dung. Um die­ser Auf­ga­be gerecht zu wer­den, brau­chen die Grund­schu­len ver­läss­li­che Team­zei­ten sowie eine aus­rei­chen­de per­so­nel­le und mate­ri­el­le Aus­stat­tung. Anstatt des­sen spart Deutsch­land an sei­ner wich­tigs­ten Schul­form. Damit muss Schluss sein. Wir for­dern gute Rah­men­be­din­gun­gen an unse­ren Grund­schu­len und eine gerech­te Bezah­lung.

Die Arbeit in der Grund­schu­le muss für jun­ge Men­schen attrak­ti­ver wer­den. Schon jetzt gibt es in man­chen Bun­des­län­dern einen Fach­kräf­te­man­gel in den Grund­schu­len. Wir brau­chen moti­vier­te, selbst­be­wuss­te und gut aus­ge­bil­de­te Grundschullehrer*innen.

Die anspruchs­vol­le päd­ago­gi­sche Arbeit der Lehr­kräf­te an Grund­schu­len muss auch end­lich ent­spre­chend ent­lohnt wer­den. Des­halb die Ent­loh­nung nach A13 bzw. E13 für Grund­schul­lehr­kräf­te.

Quel­le:

https://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Bildung_und_Politik/Bildungsfinanzierung/Bildung_weiter_denken/2016_Flyer_8GruendeLlohngerechtigkeit.pdf

Anträge

Kin­der und Jugend­li­che vor sexu­el­ler und häus­li­cher Gewalt schüt­zen

Antrags­text:

Die SPD Land­tags­frak­ti­on wird dazu auf­ge­for­dert, sich für die ver­pflich­ten­de Ent­wick­lung von Schutz­kon­zep­ten an Schu­len für Kin­der und Jugend­li­che vor den Aus­wir­kun­gen von sexu­el­ler und häus­li­cher Gewalt ein­zu­set­zen. Im Zusam­men­hang mit einer gesetz­li­chen Ver­an­ke­rung, sind die Schu­len durch Mit­tel und Per­so­nal bei der Umset­zung und dem Auf­bau eines Hilfs­netz­werks zu unter­stüt­zen.

Begrün­dung:

Nur jede zehn­te Schu­le in Deutsch­land hat ein umfas­sen­des Schutz­kon­zept für Kin­der und Jugend­li­che, um sie vor sexu­el­ler Gewalt zu schüt­zen, obwohl rein sta­tis­tisch in jeder Schul­klas­se ein bis zwei Kin­der in ver­schie­de­nen Kon­tex­ten von sexu­el­ler Gewalt betrof­fen sind. Aus dem Bericht der unab­hän­gi­gen Bauf­tra­gen für Fra­gen des sexu­el­len Kin­des­miss­brauchs (UBSKM) geht her­vor, dass Schutz­kon­zep­te vor allem dort gelin­gen, wo sie gesetz­lich ver­an­kert sind. Nur durch die Ent­wick­lung von Kon­zep­ten und den Auf­bau von Hilfs­netz­wer­ken kann erfolg­rei­che Präventions- und Inter­ven­ti­ons­ar­beit gelin­gen, wie es schon in Kitas und Ein­rich­tun­gen der Kinder- und Jugend­hil­fe der Fall ist. Die Schu­len müs­sen bei der Umset­zung durch Fort­bil­dun­gen für Fach­kräf­te, Prä­ven­ti­ons­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che, Info­aben­de für Eltern, inter­ne und exter­ne Beschwer­de­mög­lich­kei­ten sowie der Ent­wick­lung eines Hand­lungs­plan Ver­dachts­fäl­le unter­stützt wer­den.

Quel­len:

https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/missbrauchsbeauftragter-und-deutsches-jugendinstitut-dji-stellen-monitoring-bericht-zur-praevention-sexueller-gewalt-vor

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/nur-jede-zehnte-schule-hat-ein-umfassendes-schutzkonzept/

Anträge

Digi­tal­pakt ver­ste­ti­gen!

Antrags­text:

Die SPD Bun­des­tags­frak­ti­on wird dazu auf­ge­for­dert, sich für die Ver­ste­ti­gung der Mit­tel aus dem Digi­tal­pakt über das Jahr 2024 hin­aus ein­zu­set­zen. 

Begrün­dung:

Mit der Locke­rung des Koope­ra­ti­ons­ver­bo­tes und der Schaf­fung des Digi­tal­pak­tes hat die Bun­des­re­gie­rung finan­zi­el­le Mit­tel für die Unter­stüt­zung unse­rer Schu­len bei der Digi­ta­li­sie­rung geschaf­fen. Die vor­ge­leg­te Stu­die von Geor­ge und Klin­ger zeigt jedoch, dass die Mit­tel von 5 Mrd. Euro gera­de ein­mal für die Min­destaustat­tung der berufs­bil­den­den Schu­len rei­chen wür­den. Im Zeit­raum von 2019 bis 2024 sind ins­ge­samt 21 Mrd. Euro als Inves­ti­tio­nen für eine Min­destaustat­tung an den all­ge­mein­bil­den­den  und berufs­bil­den­den Schu­len not­wen­dig. Aus die­sem Grund müs­sen die finan­zi­el­len Mit­tel aus der Bun­des­ebe­ne ver­ste­tigt wer­den, um die Län­der und Kom­mu­nen bei der Zukunfts­auf­ga­be der Digi­ta­li­sie­rung auch wei­ter­hin zu untertsüt­zen.

Quel­len:

https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/gew-strohfeuer-droht-mittel-aus-digitalpakt-verstetigen

https://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Digitale-Medienbildung/BWd—DigitAusstOffensiveBB-A4-2019-web2.pdf

https://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Digitale-Medienbildung/Zentrale-Aussagen-BWd-web.pdf

Anträge

Bau­li­che und digi­ta­le Schul­aus­stat­tung

Antrags­text:

Die SPD Land­tags­frak­ti­on wird dazu auf­ge­for­dert, die Schul­bau­richt­li­nie an bau­li­chen und digi­ta­len Anfor­de­run­gen in Schu­len und an zeit­ge­mä­ßen päd­ago­gi­schen Kon­zep­ten aus­zu­rich­ten. 

Bau­li­che Aus­stat­tun­gen:

  • Funk­ti­ons­räu­me zur Dif­fe­ren­zie­rung, für Fach­räu­me und Räu­me für Eltern­ge­sprä­che.
  • Pausen- und Rück­zugs­räu­me für Beschäf­tig­te sowie Schüler*innen
  • per­sön­li­che Arbeits­plät­ze für Leh­ren­de

Digi­ta­le Aus­stat­tun­gen:

  • tech­ni­sche War­tung und Betreu­ung für die digi­ta­le Aus­stat­tung schaf­fen,
  • den Leh­ren­den Hard­ware bereit­stel­len,
  • den Daten­schutz gewähr­leis­ten,
  • Fort­bil­dun­gen für Leh­ren­de anbie­ten,
  • unab­hän­gi­ge Medi­en­kon­zer­ne nut­zen und för­dern
  • die digi­ta­le Aus­stat­tung an die päd­ago­gi­schen Kon­zep­te anpas­sen.

Begrün­dung:

Die Aula ist wegen Ein­sturz­ge­fahr gesperrt. Es reg­net mal wie­der durch das Flach­dach. Schad­stof­fe, Fein­staub, Schim­mel und Lärm ver­ur­sa­chen gesund­heit­li­che Beschwer­den. Gutes Ler­nen aber braucht ein gesun­des bau­li­ches Umfeld. Die Besei­ti­gung von offen­sicht­li­chen Bau­män­geln kann daher nur der Anfang sein!

Moder­ne Lern­for­men, der Aus­bau von Ganz­tags­ein­rich­tun­gen und Inklu­si­on schaf­fen zusätz­li­che Anfor­de­run­gen an Gebäu­de und Aus­stat­tung. Allen Bil­dungs­be­tei­lig­ten soll­te Raum gege­ben wer­den, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Dazu braucht es Lern­or­te für gro­ße, aber auch klei­ne Grup­pen, für unter­schied­li­che Lern­for­men, Lese­ecken, Rück­zugs­mög­lich­kei­ten und Auf­ent­halts­räu­me, aber auch Räu­me für alle Fach­kräf­te zur Vor­be­rei­tung, zum Aus­tausch und zum Aus­ru­hen. Und Ganz­tag kann nur mit einer Men­sa klap­pen, die groß genug ist und gesun­des Essen für alle anbie­tet. Er braucht ein spe­zi­el­les Raum­kon­zept. So aber sieht die Rea­li­tät aktu­ell lei­der nicht aus!

Nach­hol­be­darf und Hand­lungs­druck bestehen bei der Digi­ta­li­sie­rung genug. Sie muss vom päd­ago­gi­schen Anspruch her gedacht wer­den: Nicht Lap­tops und White­boards um ihrer selbst wil­len sind die Lösung aller Pro­ble­me, son­dern die Anschaf­fung der „Hard­ware“, die die moder­ne Päd­ago­gik tat­säch­lich benö­tigt.

Die Bun­des­re­gie­rung hat 3,5 Mrd. Euro fürr ein Schul­sa­nie­rungs­pro­gramm und 5 Mrd. Euro für den „Digi­tal­Pakt Schu­le“ zur Ver­fü­gung gestellt. Den­noch hat sich der Sanierungs­ und Inves­ti­ti­ons­stau bei Schu­len und Wei­ter­bil­dung laut der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau (KfW) noch­mals ver­grö­ßert. Hier liegt er mitt­ler­wei­le bei 47,7 Mrd., bei der Klein­kind­be­treu­ung bei 7,6 Mrd. und den Hoch­schu­len bei bis zu 50 Mrd. Die Kämmerer*innen in den Städ­ten und Gemein­den rau­fen sich wegen der Her­aus­for­de­run­gen die Haa­re.

Egal ob Unter­halt, Sanie­rung oder Neu­bau hat im Sin­ne der Kin­der, Jugend­li­chen und Erwach­se­nen zu gel­ten: Die Lern­or­te müs­sen sich den Anfor­de­run­gen zeit­ge­mä­ßer päd­ago­gi­scher Kon­zep­te anpas­sen! 

Mehr Geld für Bil­dung! Sanie­rungs­stau auf­he­ben! Zeit­ge­mä­ße Bil­dungs­ge­bäu­de ermög­li­chen!

Quel­le:

https://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Bildung_und_Politik/Bildungsfinanzierung/Bildung_weiter_denken/2019_05_Flyer_Gebaeude_web.pdf

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/kinder-wuenschen-sich-modernere-architektur-und-ausstattung-ihrer-schule

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/wie-digital-sind-deutschlands-schulen

https://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Bildung_und_Politik/Bildungsfinanzierung/Bildung_weiter_denken/2018_09_24_Ergebnisse_Mitgliederbefragung_Gebaeude.pdf

https://www.gew.de/fileadmin/media/publikationen/hv/Bildung_und_Politik/Bildungsfinanzierung/Bildung_weiter_denken/2018–09-24_Infografik-Mitgliederbefragung.pdf

Anträge

Schul­so­zi­al­ar­beit an allen Schu­len für alle jun­gen Men­schen

Antrags­text:

Die Land­tags­frak­ti­on wird dazu auf­ge­for­dert, die Schul­so­zi­al­ar­beit in Nie­der­sach­sen recht­lich zu ver­an­kern, finan­zi­ell abzu­si­chern und mit qua­li­ta­ti­ven Min­dest­stan­dards im Sin­ne der „Jena­er Erklä­rung” zu ver­se­hen. Der Bun­des­kon­gress Schul­so­zi­al­ar­beit 2019 for­dert: Schul­so­zi­al­ar­beit muss als pro­fes­sio­nel­les Ange­bot sys­te­ma­tisch wei­ter­ent­wi­ckelt und abge­si­chert wer­den! Kon­kret bedeu­tet das:

  • Schul­so­zi­al­ar­beit braucht Kon­ti­nui­tät und Ver­läss­lich­keit, damit sie qua­li­täts­voll zu mehr Chancen- und Bil­dungs­ge­rech­tig­keit bei­tra­gen kann.
  • Die jewei­li­gen Rol­len der Bildungs- und Jugend­hil­fe­sys­te­me für die Schul­so­zi­al­ar­beit sind zu defi­nie­ren.
  • Schul­so­zi­al­ar­beit muss als Arbeits­feld sys­te­ma­tisch ent­wi­ckelt wer­den.
  • Min­dest­stan­dards für die Umset­zung der Schul­so­zi­al­ar­beit sind zu ver­ein­ba­ren und umzu­set­zen.
  • Eine kla­re recht­li­che Ver­an­ke­rung der Schul­so­zi­al­ar­beit ist not­wen­dig.
  • Vor Ort sind Koope­ra­ti­ons­ver­ein­ba­run­gen zwi­schen den ver­schie­de­nen Akteur*innen zu schlie­ßen und Kon­zep­te abzu­stim­men, die Auf­trä­ge und Zustän­dig­kei­ten klä­ren und abgren­zen.
  • Mul­ti­pro­fes­sio­nel­le Zusam­men­ar­beit ist als kon­sti­tu­ti­ves Ele­ment in Schu­le zu ver­an­kern.

Begrün­dung:

Die Jena­er Erklä­rung ist ein Ergeb­nis des Tref­fens der Fach­kräf­te aus Jugend­hil­fe und Schu­le, Ver­ant­wort­li­chen bei Trä­gern, aus der Ver­wal­tung und Poli­tik, Leh­ren­den und For­schen­den der Sozia­len Arbeit.

Der Bun­des­kon­gres­ses Schul­so­zi­al­ar­beit hat in sei­ner Abschluss­erklä­rung fest­ge­stellt, dass Schul­so­zi­al­ar­beit Kon­ti­nui­tät und Ver­läss­lich­keit braucht, damit sie qua­li­täts­voll zu mehr Chancen- und Bil­dungs­ge­rech­tig­keit bei­tra­gen kann. Schul­so­zi­al­ar­beit ermög­licht ganz­heit­li­che Bil­dung jun­ger Men­schen zur För­de­rung der Per­sön­lich­keit und ihrer sozia­len Ent­wick­lung. Sie eröff­net Chan­cen am Lern- und Lebens­ort Schu­le und enga­giert sich für mehr Gerech­tig­keit beim Auf­wach­sen jun­ger Men­schen.

Die viel­fäl­ti­gen gesell­schaft­li­chen Ent­wick­lun­gen erhö­hen die Erwar­tun­gen an die Schul­so­zi­al­ar­beit, deren Bedeu­tung ins­be­son­de­re von allen am Schul­le­ben Betei­lig­ten aner­kannt und gewür­digt wird. Der Stel­len­aus­bau in den letz­ten Jah­ren belegt dies anschau­lich. Die­ser geschieht in Abhän­gig­keit von kom­mu­na­len Res­sour­cen, Lan­des­pro­gram­men und Lan­des­ge­set­zen. Schul­so­zi­al­ar­beit wird mit einer gro­ßen Auf­ga­ben­viel­falt, in unter­schied­li­chen Zustän­dig­kei­ten und mit teils kom­ple­xen Finan­zie­rungs­lö­sun­gen durch­ge­führt.

Eine feh­len­de recht­li­che und finan­zi­el­le Absi­che­rung, die eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Schul­so­zi­al­ar­beit mit guten Arbeits­be­din­gun­gen gewähr­leis­tet, wird vie­ler­orts beklagt. Qua­li­tät und Pro­fes­sio­na­li­tät in der Schul­so­zi­al­ar­beit sind der­zeit in zu hohem Maße von ein­zel­nen Fach­kräf­ten vor Ort und ihren Trä­gern abhän­gig.

Quel­len:

https://www.gew.de/presse/pressemitteilungen/detailseite/neuigkeiten/schulsozialarbeit-braucht-rechtliche-verankerung-finanzielle-absicherung-und-qualitative-mindeststan

https://www.awo.org/sites/default/files/2019–10/jenaer_erklaerung%20mit%20logos.pdf

Versammlung

Bericht: Jah­res­haupver­samm­lung 2019

Ges­tern Abend haben wir uns im Haus der Jugend für unse­re jähr­li­che Haupt­ver­samm­lung getrof­fen und unter ande­rem den Vor­stand neu gewählt sowie Anträ­ge für die Ein­brin­gung in unse­ren Glie­de­run­gen bera­ten.

Für den Vor­stand des kom­men­den Jah­res wur­den in der Dop­pel­spit­ze Kers­tin Lampert-Hodgson und Patrick Kun­ze gewählt. Für das Amt der stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den wur­den Dana Kie­fer und Peter gro­ße Pru­es wie­der­ge­wählt. Unser ehe­ma­li­ger Schrift­füh­rer Jan-Niklas Esser wur­de ebe­falls in den Vor­stand als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der gewählt. Neu im Vor­stand ist Sebas­ti­an Sieg­ler, der uns eben­falls als stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der unter­stüt­zen möch­te. Auch Gaby Uth­mann hei­ßen wir als unse­re neue Schirft­füh­re­rin herz­lich im Vor­stand will­kom­men.

Zusam­men möch­ten wir uns der Auf­ga­be wid­men, noch akti­ver für die Osna­brü­cker Bil­dungs­land­schaft ein­zu­tre­ten und ihre kom­men­den Ver­än­de­run­gen wei­ter­hin kri­tisch zu beglei­ten. Wir möch­ten unse­re bis­he­ri­ge Arbeit ins­be­son­de­re um die Punk­te beruf­li­che Bil­dung sowie Erwach­se­nen­bil­dung ergän­zen. Genau­so wer­den wir im Früh­jahr noch­mal einen kri­ti­schen Blick auf das Bewer­bungs­ver­fah­ren für Kita-Plätze in Osna­brück wer­fen und im kom­men­den Jahr eine Ver­an­stal­tung zur Bedeu­tung und Schaf­fung von Bil­dungs­räu­men ins­be­son­de­re für Kin­der und Jugend­li­che durch­füh­ren.

Fol­gen­de Anträ­ge haben wir auf der Jah­res­haupt­ver­samm­lung beschlos­sen:

Schul­so­zi­al­ar­beit an allen Schu­len für alle jun­gen Men­schen

Bau­li­che und digi­ta­le Schul­aus­stat­tung

JA 13! Grundschullehrer*innen ver­die­nen mehr

Digi­tal­pakt ver­ste­ti­gen!

Kin­der und Jugend­li­che vor sexu­el­ler und häus­li­cher Gewalt schüt­zen

Stigma e.V.

Bericht: Vor­stel­lung und Seri­en­pre­view des Stig­ma e.V.

Am 09. August hat der Stig­ma e.V. uns zur Vor­stel­lung sei­ner Arbeit und einer Seri­en­pre­view der neu­en Biografie-Serie „(Ohn-)Macht” ein­ge­la­den.

Was ist Stig­ma e.V. ?

Hin­ter Stig­ma e.V. ste­cken Paul Lücke (1. Vor­sit­zen­der), David Quit­mann (2. Vor­sit­zen­der) und Ste­fa­nie Lücke (Schatz­meis­te­rin). Sie bil­den zusam­mend den Vor­stand des Ver­eins und sind bekannt durch ihre Arbeit an den YouTube-Produktionen „Shore, Stein, Papier” und „Komm, lie­ber Tod” (s.u).

Mit ihren Pro­duk­tio­nen wol­len sie einen Auf­klä­rungs­pro­zess über Stig­ma­ti­sie­rung in unse­rer Gesell­schaft eröff­nen. Stig­ma­ti­sie­run­gen ver­hin­dern die Aus­ein­an­der­set­zung mit vie­len Pro­zes­sen und damit den Erkennt­nis­ge­winn über The­men wie bei­spiels­wei­se Dro­gen­sucht, Kri­mi­na­li­tät oder Psy­chi­sche Krank­hei­ten. Der Ver­ein möch­te mit sei­nen Pro­jek­ten dazu bei­tra­gen, dass wir in einen Dia­log mit Men­schen kom­men, um die Zusam­men­hän­ge nach­zu­emp­fin­den und zu erklä­ren. Sie bie­ten des­halb Men­schen die Mög­lich­keit und eine Platt­form, um auto­bio­gra­fisch über ihre Geschich­ten zu berich­ten. Die­se Form der Aus­ein­an­der­set­zung ermög­licht es den Zuschau­ern, die Beweg­grün­de und Wahr­neh­mun­gen die­ser Men­schen zu ver­ste­hen und gemein­sam mit die­sen in eine Refle­xi­on ein­zu­tre­ten.

Was will Stig­ma e.V. ?

Das Ziel von Stig­ma e.V. ist es, die Gesell­schaft über ein dif­fe­ren­zier­tes und diver­ses Men­schen­bild auf­zu­klä­ren, indem sie in Debat­ten über grup­pen­be­zo­ge­ne Urtei­le und Pro­zes­se ein­tre­ten und eben­die­se hin­ter­fra­gen. Als Basis für die­sen Pro­zess dient unter ande­rem das Mate­ri­al aus ihren Video­pro­duk­tio­nen, die die Emo­tio­nen, Moti­va­tio­nen und Iden­ti­tä­ten als zen­tra­len Punkt begrei­fen. Gemein­sam haben sie das Kon­zept „Ler­nen aus Lebens­er­fah­run­gen” ent­wi­ckelt, mit dem sie schon in zahl­rei­chen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und in Semi­na­ren erfolg­reich unter­wegs waren und sind.

Pro­duk­tio­nen von Stig­ma e.V.:

Im ers­ten Pro­jekt „Shore, Stein, Papier” berich­tet $ick über sein Leben mit der Dro­gen­sucht:

Play­list zu den „Shore, Stein, Papier”-Videos.

Im zwei­ten Pro­jekt „Komm, lie­ber Tod” berich­tet Ste­fan Lan­ge über sei­nen ver­such­ten Sui­zid:

Play­list zu den „Komm, lie­ber Tod”-Videos.

In der neus­ten Pro­duk­ti­on „(Ohn-)Macht” wird über häus­li­che Gewalt berich­tet:

Hier ein Kurz­teaser zur neu­en Biografie-Serie ”(Ohn-)Macht”.

Der Fly­er:

Vor­der­sei­te
Rück­sei­te
Mit Bildung zur nachhaltigen Entwicklung der Stadt Osnabrück

Buch­tipp: Mit Bil­dung zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Stadt Osna­brück

Dr. Ger­hard Becker und Gün­ter Ter­hal­le vom Ver­ein für Öko­lo­gie und Umwelt­bil­dung haben anläss­lich des Jubi­lä­ums des Ver­eins und sei­ner Koope­ra­ti­ons­part­ner einen Sam­mel­band her­aus­ge­ge­ben, in dem Rück­bli­cke, Bei­spie­le sowie Akteu­re und auch Per­spek­ti­ven für die zukünft­ti­ge Arbeit vor Ort gege­ben wer­den.

Lese­pro­be des Buches: „Mit der Bil­dung zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Stadt Osna­brück”

[…] „Mit Bil­dung zur nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung der Stadt Osna­brück“ lau­tet der Titel eines Buches, das der Autor Dr. Ger­hard Becker der Vize­prä­si­den­tin für Stu­di­um und Leh­re, Prof. Dr. Mar­ti­na Blasberg-Kuhnke, vor Kur­zem über­reich­te.
Dar­in wird eine Ziel­set­zung for­mu­liert, die nur durch Koope­ra­ti­on aller Akteu­re in Osna­brück, inklu­si­ve Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­ler der Uni­ver­si­tät und Hoch­schu­le, erreicht wer­den kann. Hier­zu gibt es in Osna­brück eine über 30-jährige Vor­ge­schich­te, die in der Publi­ka­ti­on auch hin­sicht­lich eini­ger spe­zi­el­ler The­men­be­rei­che wie Loka­le Agen­da, Leben­di­ge Hase und Kli­ma­schutz, dar­ge­stellt wird.
Ger­hard Becker hat seit 1980 den wis­sen­schaft­li­chen Arbeits­be­reich Umwelt­bil­dung /Bildung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung BNE in der Uni­ver­si­tät auf­ge­baut und dabei — vor allem über die uni­ver­si­täts­na­hen Ein­rich­tung Ver­ein für Öko­lo­gie und Umwelt­bil­dung Osna­brück (VfÖ) — enge Ver­bin­dun­gen zur außer­uni­ver­si­tä­ren Pra­xis gepflegt.
Anlass die­ses Buches war das 30jährige Jubi­lä­um des VfÖ sowie wei­te­re Jubi­lä­en von Part­nern, deren Akti­vi­tä­ten eben­falls im Buch kurz dar­ge­stellt wer­den. Der VfÖ hat bei der Ent­wick­lung des The­men­be­reichs mit etli­chen Pro­jek­ten und Ver­net­zungs­be­mü­hun­gen – u.a. mit dem Arbeits­kreis Bil­dung der Loka­len Agen­da 21 maß­geb­lich zu der Ziel­set­zung einer BNE-Landschaft bei­getra­gen. Dafür wur­den bei­de uni­ver­si­täts­na­hen Orga­ni­sa­tio­nen – auch im Rah­men des Welt­ak­ti­ons­pro­gramms BNE – jeweils fünf Mal aus­ge­zeich­net.
Dar­über hin­aus ent­hält das Buch Kurz­be­schrei­bun­gen der zahl­rei­chen wei­te­ren aus­ge­zeich­ne­ten Osna­brü­cker Pro­jek­te und Orga­ni­sa­tio­nen. Beson­de­re Aktua­li­tät hat das Netz­werk Kli­ma­bil­dung Regi­on Osna­brück des Ver­eins, in dem eine Koope­ra­ti­on mit Sci­en­tists for Future Osna­brück für den Schul­be­reich und mit dem Mensch-Natur-Netzwerk (MUN) auf­ge­baut wer­den soll.
Das Buch ist erhält­lich unter verlag@nuso.de. Nähe­re Infos unter: www.bne.uni-osnabrueck.de/Verlag/EigenePub

Bei­trag der Uni­ver­si­tät Osna­brück zur Ver­öf­fent­li­chung des Buches. – https://www.uni-osnabrueck.de/kommunikation/kommunikation-und-marketing-angebot-und-aufgaben/online-redaktion/aktuelles-aus-der-uni/2019/2019–8‑5-buch-bildung-zur-stadtentwicklung/
Theater

Soli­da­ri­tät mit der Gesamt­schu­le Schin­kel und ihrem Direk­tor”

Die Osna­brü­cker SPD ver­ur­teilt die Kri­tik der AfD am Thea­ter­stück „Dan­ke dafür, AfD“ aufs Schärfs­te und bedankt sich bei den Schü­le­rin­nen und Schü­lern und Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen für ihre muti­ge und krea­ti­ve Aus­ein­an­der­set­zung mit der Ver­ro­hung in unse­rer Gesell­schaft. Wir soli­da­ri­sie­ren uns mit der Gesamt­schu­le Schin­kel, die sich aktu­ell einer Hetz­kam­pa­gne aus­set­zen muss.

In dem Thea­ter­stück an der Gesamt­schu­le Schin­kel haben Schü­le­rin­nen und Schü­ler ein Thea­ter­stück über den Rechts­ruck und die Ver­ro­hung in unse­rer Gesell­schaft auf­ge­führt und dabei ech­te Zita­te und Tweets von AfD-Politikern in ihrem Stück ein­ge­baut. „Die­se Insze­nie­rung ver­an­schau­licht ein­drucks­voll, wie erschre­ckend die Welt die­ser Par­tei aus­se­hen könn­te.‘. Wir sind beein­druckt von der krea­ti­ven Eigen­leis­tung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler und wün­schen uns eine wei­te­re För­de­rung die­ses Thea­ter­stücks“, so Manu­el Gava Vor­sit­zen­der der SPD Osna­brück.

Das Thea­ter war und ist immer schon eine Mög­lich­keit gewe­sen, um sich mit gesell­schaft­li­chen Schief­la­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen und um eine Dis­kus­si­on über die­se zu star­ten. Auch die AfD muss sich die­ser Dis­kus­si­on stel­len und kann sich ihr nicht durch frag­wür­di­ge Gleich­stel­lun­gen ent­zie­hen. „Wir sind aufs Äußers­te dar­über bestürzt, wie sich die­se Par­tei mit den Ver­folg­ten und Opfern des Natio­nal­so­zia­lis­mus gleich­setzt. Sie zeigt, wie­der ein­mal, wel­che Wer­te sie wirk­lich ver­tritt, näm­lich kei­ne. Die­se pole­mi­sche Form der Kri­tik ent­wür­digt das Andenken die­ser Men­schen und ist aufs Schärfs­te zu ver­ur­tei­len. “, ver­deut­li­chen Melo­ra Felsch und David Olef, Vor­sit­zen­de der Jusos Osna­brück.

Der Dis­kurs darf nie­mals zum Stop­pen kom­men und Schü­le­rin­nen müs­sen sich mit Poli­tik aus­ein­an­der­set­zen dür­fen. Sie sind die Zukunft unse­rer Gesell­schaft und wenn sie damit auf­hö­ren zu hin­ter­fra­gen, dann haben wir mehr als nur ein paar lau­te Stim­men ver­lo­ren. Zudem ver­deut­licht der Vor­wurf der Indok­tri­na­ti­on, was für ein abschät­zi­ges Bild die­se Par­tei von Schu­le hat. Schü­le­rin­nen und Schü­ler sind sehr wohl in der Lage, selbst­stän­dig zu den­ken. Genau­so wie alle ande­ren Men­schen in unse­rer Gesell­schaft auch. Des­halb muss Schu­le auch wei­ter­hin den Anspruch haben, unse­re jun­gen Men­schen für eine kri­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit jeder Form von Poli­tik zu befä­hi­gen“, so Patrick Kun­ze, Vor­sit­zen­der der Arbeits­ge­mein­schaft für Bil­dung.

Wir sagen ‘Nein’ zu die­ser Poli­tik und ihren Ver­su­chen, unse­re Gesell­schaft zu spal­ten und Druck auf Bil­dungs­ein­rich­tun­gen aus­zu­üben. Des­halb wer­den wir auch wei­ter­hin Angrif­fe auf unse­re demo­kra­ti­sche Grund­ord­nung und Insti­tu­tio­nen klar benen­nen und kon­se­quent mit allen demo­kra­ti­schen Mit­teln bekämp­fen“, schließt Manu­el Gava.

In der Pres­se:

Dan­ke dafür, AfD” Anti-AfD-Theater: Osna­brü­cker Stadt­rat lobt die Schü­ler – NOZ.de

OB Grie­sert und SPD loben AfD-kritisches Thea­ter­stück der GS Schin­kel | hasepost.de

Zu viel Thea­ter für die AfD – taz.de

Dan­ke dafür, AfD” – War­um Osna­brü­cker Schü­ler von rechts ange­fein­det wer­den – bento.de

Veranstaltung

Bildungs- und Hoch­schul­po­li­tik

Ein Rück- und Aus­blick

Vor­trag und Dis­kus­si­on mit Prof. Dr. Rolf Wort­mann (Hoch­schu­le Osna­brück)

Prof. Dr. Rolf Wort­mann wirft mit uns zusam­men einen kri­ti­schen Blick auf aktu­el­le Ent­wick­lun­gen im Bereich der Schul- und Hoch­schul­bil­dung. Anhand von The­sen dis­ku­tiert er mit uns über fol­gen­de Fra­gen: Was kann und soll Bil­dung leis­ten? Wel­chem Zweck soll Bil­dung die­nen? Wel­cher Zusam­men­hang besteht zwi­schen Kul­tur sowie Inhal­ten und Kom­pe­ten­zen in der Ver­mitt­lung der all­ge­mein­bil­den­den Schu­le? Wie sind die gegen­wär­ti­gen Ten­den­zen der Ver­schu­lung des Stu­di­ums und der Anglei­chung von Uni­ver­si­tä­ten und Fach­hoch­schu­len zu bewer­ten? Wie wird die Inhalts- und Sinn­fra­ge von Bil­dung gera­de dis­ku­tiert?

Wir freu­en uns auf eine span­nen­de Dis­kus­si­on mit euch. Die Ver­an­stal­tung ist öffent­lich und alle Inter­es­sier­ten sind herz­lich ein­ge­la­den!

Wer?AfB Osna­brück / Prof. Dr. Rolf Wort­mann
Wo?Osna­brück, Haus der Jugend, Man­sar­de
Wann?27.03.2019, 19:00Uhr