Kin­der und Jugend­li­che vor sexu­el­ler und häus­li­cher Gewalt schüt­zen

Anträge

Antrags­text:

Die SPD Land­tags­frak­ti­on wird dazu auf­ge­for­dert, sich für die ver­pflich­ten­de Ent­wick­lung von Schutz­kon­zep­ten an Schu­len für Kin­der und Jugend­li­che vor den Aus­wir­kun­gen von sexu­el­ler und häus­li­cher Gewalt ein­zu­set­zen. Im Zusam­men­hang mit einer gesetz­li­chen Ver­an­ke­rung, sind die Schu­len durch Mit­tel und Per­so­nal bei der Umset­zung und dem Auf­bau eines Hilfs­netz­werks zu unter­stüt­zen.

Begrün­dung:

Nur jede zehn­te Schu­le in Deutsch­land hat ein umfas­sen­des Schutz­kon­zept für Kin­der und Jugend­li­che, um sie vor sexu­el­ler Gewalt zu schüt­zen, obwohl rein sta­tis­tisch in jeder Schul­klas­se ein bis zwei Kin­der in ver­schie­de­nen Kon­tex­ten von sexu­el­ler Gewalt betrof­fen sind. Aus dem Bericht der unab­hän­gi­gen Bauf­tra­gen für Fra­gen des sexu­el­len Kin­des­miss­brauchs (UBSKM) geht her­vor, dass Schutz­kon­zep­te vor allem dort gelin­gen, wo sie gesetz­lich ver­an­kert sind. Nur durch die Ent­wick­lung von Kon­zep­ten und den Auf­bau von Hilfs­netz­wer­ken kann erfolg­rei­che Präventions- und Inter­ven­ti­ons­ar­beit gelin­gen, wie es schon in Kitas und Ein­rich­tun­gen der Kinder- und Jugend­hil­fe der Fall ist. Die Schu­len müs­sen bei der Umset­zung durch Fort­bil­dun­gen für Fach­kräf­te, Prä­ven­ti­ons­an­ge­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che, Info­aben­de für Eltern, inter­ne und exter­ne Beschwer­de­mög­lich­kei­ten sowie der Ent­wick­lung eines Hand­lungs­plan Ver­dachts­fäl­le unter­stützt wer­den.

Quel­len:

https://beauftragter-missbrauch.de/presse-service/pressemitteilungen/detail/missbrauchsbeauftragter-und-deutsches-jugendinstitut-dji-stellen-monitoring-bericht-zur-praevention-sexueller-gewalt-vor

https://www.gew.de/aktuelles/detailseite/neuigkeiten/nur-jede-zehnte-schule-hat-ein-umfassendes-schutzkonzept/